Was war das denn?
Pure Unterhaltung am Freitagabend
Spielbericht vom 6. September 2026
Der Spielbericht wird präsentiert von:
Tabellenerster gegen das Schlusslicht: Auch wenn erst drei Spieltage gespielt sind eine zumindest auf dem Papier klare Sache. Aber nur auf dem Papier. Nachdem kurz vor Spielbeginn der letzte Regen des Tages runter kam, startete sowohl die Partie als auch die (Tor-) Party bei angenehmen äusseren Bedingungen. Schon beim Auflaufen waren nicht wenige der Burgaltendorfer Zuschauer von der Körperlichkeit des Gastes aus Mülheim beeindruckt. Mindestens acht Akteure verfügten über ein Gardemass von mindestens 1,85 m. Der Kader von Andreas Krippel war endlich wieder als solcher zu bezeichnen, saßen in den letzten Spielen nur wenige Akteure auf der Bank. Lange fehlen wird Jannis Böhner, der sich im Training bei einem Schussversuch schwer verletzte (Sehnenabriss an der Hüfte ?). Wir wünschen ihm gute Besserung und hoffen, dass er stärker als zuvor zurückkommen wird.
Der Unparteiische Marius Kasten pfiff die Begegnung einige Minuten später an, da es farbliche Probleme bei der Ausstattung gab. Dann ging es endlich los und die Elf von Erol Kücükarslan setzte nach einem Eckball ein erstes Zeichen, aber der folgende Kopfball ging am Tor vorbei (2.). Nach 10 Minuten ein Freistoß in aussichtsreicher Position, aber Kevin Barra verfehlte das Tor knapp. Aus dem Nichts dann die Führung für Fatihspor. Burgaltendorf verlor einen Zweikampf im Mittelfeld und Mert-Ahmed Askar spazierte durch die gegnerische Hälfte ohne angegriffen zu werden und zirkelte aus 20 Metern den Ball unhaltbar in die linke untere Ecke. Der Gastgeber zeigte sich nur kurz beeindruckt und Michael Siminenko lief in einen Rückpass, spielte Keeper Batuhan Akkaya sehenswert aus und passte in die Mitte, wo der erst vor 10 Tagen verpflichtete Julien Schuleit goldrichtig stand und zum 1:1 traf. Der Jubel war noch nicht verklungen, da traf erneut der Mülheimer Gast. Wieder ein Ballverlust und zu wenig Gegenwehr im Mittelfeld liessen Argjent Emrul das vielumjubelte 2:1 (23.) erzielen. Aber auch hier wurde die gute Stimmung schnell getrübt. Nach einem Foulspiel trat Laurin Kamperhoff zum fälligen Foulelfmeter an. Diesen konnte Akkaya glänzend parieren, war ber beim Nachschuss selbigen Spielers machtlos. 2:2 nach einer halben Stunde. Und die wilde Fahrt ging weiter. Barra zielte vorbei und nach einem hervorragenden Spielzug traf Georgios Ketsatis nur den Aussenpfosten. Vielleicht wäre her ein Pass in die Mitte die bessere Wahl gewesen. Auf der Gegenseite musste Maximilian Wagner bei einem Schuss (Flanke?) sein ganzes Können aufbieten und konnte den Ball zur Ecke klären. Nach dieser kam es zu einer unübersichtlichen Szene im Burgaltendorfer Strafraum mit dem Ergebnis, dass der Ball erneut im Netzt zappelte. Muhmmet Emin Canim zeigte sich für den Treffer verantwortlich (42.). Einen Schluck Bier später rappelte es auf Mülheimer Seite. Zunächst konnte Akkaya gegen Schuleit und Kamperhoff retten, ehe letzterer dann doch zum Halbzeitstand traf. Eine irre Halbzeit, in der Samid Kurtanovic den Ball aus kürzester Distanz voll ins Gesicht bekam, zunächst weiterspielte, dann aber in der Kabine blieb und wegen Benommenheit zur Kontrolle ins Krankenhaus gefahren wurde. Alles Gute von dieser Seite. Nicht nur die 22 Akteure, auch die Zuschauenden mussten sich von diesen turbolenten ersten 45 Minuten erholen. Für einen neutralen Fussballfan war das hier eine unterhaltsame Show, für beide Trainer eher nicht.
Und diese ging nach dem Wechsel weiter. Zunächst hatte der Gast die Riesenmöglichkeit, zum vierten (!) Mal in Führung zu gehen. Nach einem Freistoss schaffte es Hatim Bentaleb den Ball über das Gehäuse zu bugsieren. Kai Nakowitsch, der hinten erneut eine Bank war, setzte einen Torschuss neben den Kasten. Die Chancen auf Burgaltendorfer Seite häuften sich nun. Barra scheiterte am überragenden Mülheimer Keeper, Kamperhoff und Siminenko wurden jeweils geblockt. Dann war es Siminenko, der seine Farben in der 65. Minute erstmalig in Führung brachte. Aber auch die Elf um Kapitän Yusuf Izzeddin-Isik blieb gefährlich. Zunächst konnte Wagner klären, dann fand Emrula mit einer harten Hereingabe keinen Abnehmer in der Mitte. Nun wurde es hektisch. Nach einem vermeintlichen Foulspiel verlangten die Gäste Elfmeter, den der Unparteiische nicht gab. Die Meinung draussen war auch bei den Burgaltendorfer Zuschauern gespalten. Die einen sagten "Klarer Elfmeter", die anderen "Kein Foul". Die Bilder auf stage sollen zeigen, dass es kein Foul war (der Schreiber dieses Berichtes konnte sich das noch nicht anschauen). Bis zum Ende blieb es spannend und es war Kamperhoff, der mit seinem dritten Treffer den Sieg unter Dach und Fach brachte. Auch in der zweiten Häfte gab es eine unglückliche Situation. Zwei Gästeakteure knallten im Mittelfeld brutal zusammen. Das sah nicht gut aus und hörte sich auch nicht gut an. Ein Spieler musste ebenfalls ins Krankenhaus (Schlüsselbein?). Zum dritten Mal: Guten Besserung.
"Ein bemerkenswertes Spiel. Dass Fatihspor mit 0 Punkten das Tabellenende ziert, ist nach dieser Vorstellung kaum nachzuvollziehen. Ich bin sicher, dass die Mannschaft am Ende den Klassenerhalt schaffen wird. Aber auch Anerkennung an unsere Mannschaft, die den Fight angenommen hat und nach den drei Rückständen reagiert hat." war man auch lange nach Schlusspfiff noch beiendruckt.













