Derbysieger und Spitzenreiter
Derbysiege sind schön!
Spielbericht vom 31. August 2026
Der Spielbericht wird präsentiert von:
Nachdem man in der vergangenen Saison noch eine empfindliche Klatsche im Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Niederwenigern III verkraften musste, waren die Uhren nun wieder auf null gestellt. Neue Saison, neues Glück. Dritter Spieltag und direkt ein Topspiel. Sollte doch jedem im Vorhinein bewusst gewesen sein, dass hier zwei Mannschaften gegeneinander antreten, die beide oben mitspielen wollen. Die Vorzeichen waren klar: Beide Teams gewannen ihre ersten beiden Spiele relativ souverän und hatten somit die bisher maximale Ausbeute von sechs Punkten auf dem Konto. Personell hatte unsere zweite Mannschaft zwar einen vollen Kader, allerdings eher in Form von Defensivspielern. Musste man auf die im Urlaub weilenden Lars Richter/Chris Pforr, die arbeitenden Markus Mencel/Dennis Henn sowie auf den Langzeitverletzten Philipp Trautmann verzichten. Somit stellte sich die Offensivreihe eigentlich von alleine auf und auch zwei Urlauber wurden ins kalte Wasser geschmissen und standen sofort in der Startelf.
Das Spiel begann wie erwartet: Niederwenigern versuchte zu pressen, doch der SVA agierte unaufgeregt und löste sich immer wieder aus den Pressingversuchen der Gäste. In der 32. Spielminute dann eine von mehreren Slapstick-Einlagen der SFN Defensivreihe an diesem Sonntag. Andy Kaiser nahm es mit zwei Verteidigern auf, konnte den Ball behaupten und spielte den Ball auf die rechte Seite. Tobi König brachte den Ball auf den zweiten Pfosten, wo Alex Böse mustergültig den Kopf hinhielt und zum 1:0 einnetzte. Vier Minuten später stieß Ole Vetterlein auf der linken Seite in den Sechzehnmeterraum und wurde elfmeterreif gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Tobi König souverän zum 2:0.
Nach der Pause spielte der SVA weiter nach vorne und nach einer schönen Verlagerung von Tarek Koja auf Björg Möller, welcher den Ball mustergültig in die Mitte auf den „Torjäger vom Dienst“ Lukas „Iggy“ Ignaczak spielte, erzielte dieser in der 55. Minute das beruhigende 3:0. Bisher nutzte man seine Chancen wirklich gnadenlos effizient aus, was man sonst auch ganz anders von der Mannschaft kennt. In der 61. Minute gab es dann eine Unsortiertheit nach einem der vielen langen Katapult-Einwürfe des SFN. Der Ball landete in Pingpong-Manier bei einem Spieler der Schwarz-Gelben, welcher den Ball dann abgefälscht zum 3:1 ins Tor beförderte. Doch der SVA schüttelte sich nur kurz und spielte erneut weiter nach vorne. Nach einem langen und sehr hohen Befreiungsball von Lukas Ignaczak, bei dessen Höhe schon fast die Schwerkraft aussetzte, tupfte dieser genau auf der Sechzehnmeterkante des SFN Torwarts auf, welcher vom emsigen Andy Kaiser fair bedrängt wurde. Andy legte den Ball überlegt auf Tarek Koja zurück, welcher elegant aus ca. 25 Metern mit der Seite über Freund und Feind hinweg den Ball zum 4:1 (73.) ins Tor schnibbelte. Wennigern kam zwar in der 80. Minute noch auf 4:2 heran, war man in diesem Moment nicht energisch genug im Zweikampf aufseiten der SVA-Defensive – eine an diesem Tag der wenigen Ausnahmen im Defensivverbund. Dann der Galaauftritt des laufstarken und fleißigen Björg Möller. Wieder einmal war die Defensive des SFN unsortiert und kam nicht richtig in den Zweikampf. Möller spitzelte den Ball vom Fuß, ließ zwei Gästespieler ganz alt aussehen und setzte in der 86. Spielminute mit dem 5:2 den Schlusspunkt.
Insgesamt muss man zusammenfassen: Die Defensive machte heute einen sehr starken Eindruck. Man verteidigte gut und lud den Gegner nur sehr dosiert zu Torabschlüssen ein, sodass der SFN auch nicht unbedingt zwingend gefährlich vor das Tor des SVA kam. Klar muss man ehrlich sein und sagen, dass man einen Sahnetag hatte, was die Effizienz angeht.
Aber wie sprach schon immer ein weiser Prediger? Glück muss man sich erarbeiten.
Tobi König


