Wie gewonnen...
...so zerronnen
Spielbericht vom 2. April 2026
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Manchmal liegen Freud und Leid so nah beieinander. Drei Tage nach dem ansehnlichen Sieg im Topspiel gegen den Tabellenführer aus Steele zeigte man im Abendspiel am gestrigen Mittwoch eine nicht ansatzweise vergleichbare Leistung.
Die Anfangsminuten machten noch Hoffnung: Man hatte gefühlt 70 % Ballbesitz und kam auch zu guten Chancen (u. a. ein Lattentreffer). Was jedoch danach passierte, sorgt beim Autor für Kopfschütteln. Man spielte zu passiv, zu statisch, die Abstände waren zu groß – egal ob offensiv oder defensiv. Man kam nicht in die Zweikämpfe, und wenn man doch einmal vor das Tor kam, vergab man kläglich und „passte“ reihenweise dem Heisinger Keeper den Ball in die Arme. Wenn man gefühlt 30 Torschüsse hat, muss man daraus zwingend auch Tore erzielen. Heisingen kam immer wieder gefährlich vor das Tor des SVA, und einer dieser Angriffe sorgte durch ein Traumtor in den linken Giebel für Jubel auf Seiten des HSV. Heisingen pushte sich nach jedem gewonnenen Zweikampf – egal ob auf oder neben dem Platz – und der SVA fand an diesem Tag kein Mittel dagegen.
Am Ende stand eine deftige 0:3-Niederlage sowie eine unnötige rote Karte auf Seiten des SVA zu Buche. Schlussendlich muss man dem HSV gratulieren, der durch eine geschlossene Mannschaftsleistung gewonnen hat.
Trotzdem frage ich mich an diesem frühen Donnerstagmorgen: Wie kann man so ein Spiel eigentlich verlieren? Das Spiel hat jedoch gezeigt, dass fußballerische Klasse an diesem Tag allein nicht ausreichte – es gehören eben noch andere Tugenden dazu, um auch einen solchen tiefstehenden Gegner zu besiegen.
Jetzt heißt es: Mund abwischen und auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Der Aufstieg ist nach so einer Leistung und dieser Niederlage wieder deutlich schwerer geworden.
Tobias König


