Unnötiger Punkteverlust in Haarzopf

Freitag, 27. Februar 2026 · 19:30 UhrBezirksliga Gruppe 6, 21. Spieltag

1:1 in Haarzopf

Spielbericht vom 2. März 2026

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    Eigentlich begann das Spiel sehr gut für den SVA, denn dieser legte los, wie die Feuerwehr. Bereits nach fünf Minuten gelang der erste gute Spielzug über die linke Seite. Leon Metke spielte den Ball von der linken Seite flach und hart in den Rücken der Abwehr durch den gegnerischen Sechzehner, wo der Ball den völlig frei stehenden Jonas Rölver am langen Pfosten erreichte, der den Ball aus vier Metern an den Pfosten schoss. Das ist schon Nationalspielern passiert, aber ärgerlich bleibt es trotzdem. Nur zwei Minuten später spielte Mehmet (Memmo) Can Köstekci einen klasse Ball auf die rechte Seite auf Michael Siminenko, der seinen Gegenspieler stehen ließ und den Ball von der rechten Grundlinie auf Caspar Schelewski spielte, der das Tor nur knapp verfehlte. Nach 13 Minuten dann die erste Offensivaktion des SuS Haarzopf. Ein Akteur setzte sich auf der rechten Seite durch, spielte den Ball auf seinen einschussbereiten Stürmer in der Mitte, aber ‚Memmo‘ konnte den sicheren Einschlag mit einer Top-Grätsche gerade noch verhindern. In Minute 19 muss der SVA das dritte Mal zwingend in Führung gehen. Michael Siminenko erkämpfte den Ball an der Mittellinie passte zu Jason-Lee Gerhard. Der drang allein von links in den Strafraum ein und schoss den Ball am herauseilenden SuS-Keeper Dennis Jochum vorbei an den rechten
    Innenpfosten. Von dort prallte der Ball wieder zu ihm, doch er konnte auch den Nachschuss nicht im Tor unterbringen. Hier stand das SuS-Tor eindeutig zu weit links. 😉 Ein solcher Chancenwucher endet gegen einen gleichwertigen Gegner selten gut. In der 23. Minute bekam der SVA einen direkten Freistoß aus 22 Metern, in halblinker Position, zugesprochen. Shevan Rascho legte sich den Ball zurecht, platzierte ihn in den linken oberen Torwinkel, doch ein SuS-Akteur in der Mauer konnte den Ball mit dem Kopf gerade noch knapp am Tor vorbei abfälschen. Dass Eckbälle eine Haarzopfer Stärke waren, konnte man bereits kurz vor der Pause erahnen. In der 45. Minute köpfte Marvin Pape nach einer Ecke von der linken Seite nur um Zentimeter über das SVA-Gehäuse. So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeit.


    In der zweiten Halbzeit änderte sich das Spielgeschehen. Durch das permanente Anlaufen beider Teams wurde immer öfter mit langen Bällen agiert. Ein Weitschuss vom Haarzopfer Kapitän und Ex-SVA-Spieler Justin Kaiser von der Mittellinie hätte in der 55. Minute SVA-Keeper Maximilian Luke Wagner fast überrascht, doch er konnte den Ball im Rückwärtslaufen gerade noch vor der Torlinie abwehren. Dann hatte der SVA wieder zwei gute Möglichkeiten innerhalb von zwei Minuten. In der 61. Minute drang Jonas Rölver zwei Mal von rechts in den Strafraum ein und fand
    keine Abnehmer in der Mitte. Dann trat das ein, was die Fußballpropheten immer vorhersagen. Wer die Tore vorne nicht macht, wird hintenraus bestraft. In der 87. Minute versenkte Timo Brandt eine Ecke von der linken Seite am kurzen Pfosten mit dem Kopf zum 1:0 für Haarzopf. Bereits zuvor gab es mehrere Eckbälle für den SuS, die alle nach demselben Muster, angeschnitten auf die kurzen Pfosten, getreten wurden und allesamt brandgefährlich waren.
    Eigentlich war damit die Niederlage von den meisten Zuschauern schon verbucht, doch der SVA raffte sich noch einmal auf. Das Trainerteam um Andy Krippel beorderte sofort Innenverteidiger Jannis Böhmer mit in die Spitze, um eine zusätzliche Anspielstation für das nun folgende ‚lang und weit‘ in der Offensive zu haben. In der 90. Minute belohnte sich der SVA dann doch noch mit einem Punkt. Georgios Ketsatis passte einen Ball flach links in die Abwehr-Schnittstelle des Gegners, fand dort Jonas Rölver, der den Ball überlegt flach in die rechte Ecke schob. Damit endete das Spiel wenigstens nicht punktlos für Burgaltendorf.

    Fazit: Auf Grund der klareren Möglichkeiten muss der SVA das Spiel eigentlich gewinnen. Dass es nach dem unglücklichen Spielverlauf dann doch noch zu einem Unentschieden gereicht hat, spricht allerdings für die Moral des Teams. Die Torquote, von nur einem erzielten Tor in den vergangenen zwei Spielen, ist stark verbesserungsbedürftig, um in der Tabelle weiterhin bis zum Saisonende oben mit dabei zu bleiben zu können. Die gut organisierte Defensive des SVA sollte eigentlich Garant dafür sein, dass man sich nicht aus der Spitzengruppe verabschieden muss. Die zeitnahe
    Rückkehr der einen oder anderen verletzten Offensivkraft wird zum Saisonende hin entscheidend sein.                                                                                                                                        Peter Orzessek