Das schrieb Kevin Schröer...
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Artikel vom 21. Oktober 2025
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"Ist brutal" - RWE II gibt 0:3 her und verpasst selbst den Lucky-Punch
Der SV Burgaltendorf hat in der Bezirksliga 6 einen 0:3-Rückstand gegen RWE II aufgeholt. Ein verrücktes Spiel, für das sie sich am Ende beinahe nicht belohnt haben.
3:3 lautete der Endstand nach Abpfiff in der Bezirksliga 6 am Niederrhein. Am Sonntagmittag kam es zu einem richtigen Kracher-Duell. Der SV Burgaltendorf empfing als Tabellenführer die Zweitvertretung von Rot-Weiss Essen. Fünf Zähler trennten den Tabellenprimus von RWE, die nach zwei Niederlagen in Serie den Anschluss nach oben halten wollten.
Anders der SVB, der die jüngst zurückliegenden sechs Ligaspiele allesamt für sich entscheiden konnte, und damit das formstärkste Team der Liga stellte. Im Gegensatz zur zweiten Mannschaft von Rot-Weiss hatten die Gastgeber mit der Doppelbelastung zu kämpfen. "Ich glaube, man hat uns zu Beginn das Pokalspiel unter der Woche gegen Niederwenigern angemerkt, das in die Verlängerung ging. Daher war es sehr anstrengend, es ging die gleiche Elf wie unter der Woche ins Rennen. Umso schöner, dass die Moral so stark war", erläuterte Burgaltendorf-Trainer Andreas Krippel im Anschluss an die Partie.
Lange Zeit schien die Partie ausgeglichen, wirkliche Torchancen gab es wenige. Das änderte sich dann mit dem ersten Treffer durch Burak Bahadir (26.) zum 1:0 für RWE, der das Spiel in Richtung der Gäste lenkte. "Nach dem 1:0 haben wir ein paar unglückliche Bälle in den hinteren Reihen verloren, bei den zweiten Bällen waren wir überhaupt nicht mehr da, das war komplett zum Vergessen. Aber ich habe junge Innenverteidiger aufgestellt und wenn die mal einen Fehler machen, ist das völlig in Ordnung", stellte Krippel klar.
Die Druckphase der Zweitvertretung zahlte sich dann kurz vor der Pause aus. Erst traf Ardin Kordi (44.) zum 2:0, kurz darauf Marcel Platzek zum 3:0 (46.).
"Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt und waren eigentlich auf der Siegerstraße. Mit dem 1:3 wackelte es kurz, dennoch schienen wir alles im Griff zu haben. Das erste Gegentor haben wir ganz gut weggesteckt, haben aber dann kaum Lösungen nach vorne gefunden. Das wäre hilfreich gewesen, um die Drei-Tore-Führung wiederherzustellen", beschrieb RWE II-Coach Stefan Lorenz die entscheidende Phase des Spiels.
Denn Joker Jonas Rölver erzielte das 1:3 (74.) und plötzlich war der Wille bei den Hausherren wieder da, RWE kaum wiederzuerkennen. "Dass es in den letzten fünf Minuten plus Nachspielzeit noch einmal richtig wackelt, ist im Fußball leider normal. Aber das müssen wir dann auch mit allem, was wir haben, verteidigen. Dass wir nach einer Ecke am Pfosten nicht wach sind, ist brutal", zeigte sich Lorenz sichtlich niedergeschlagen. Denn die Aufholjagd des Gegners gelang: Laurin Kamperhoff sorgte erst für den Anschlusstreffer (89.), danach bescherte Leon Metke den Ausgleich (95.).
Kurz vor Abpfiff wäre sogar noch der Siegtreffer für RWE drin gewesen – doch es blieb beim Pfostentreffer, sowie der Punkteteilung und dem Lucky-Punch des SV Burgaltendorf.
