Nach langer Durststrecke in Spielen gegen den SV Burgaltendorf konnten die Sportfreunde aus Niederwenigern in einem für sie mit vorentscheidenden Spiel zum Aufstieg einen Sieg einfahren.

Bei herrlichem Wetter -auch wenn es zwischenzeitlich ein wenig regnete (der vom Schreiber im Vorfeld angekündigte Wolkenbruch mit Gewitter und Blitzen blieb aus)- und einer guten Zuschauerkulisse gelang es dem Gastgeber zu keinem Zeitpunkt, den Aufstiegskandidaten in große Schwierigkeiten zu bringen. Beide Teams begannen verhalten und störten sich gegenseitig früh. Fehler im Aufbauspiel und ungenaue Pässe hüben wie drüben liessen eine nur niedrige Qualität zu. Geprägt war das Spiel von Nervosität, aber auch gegenseitigem Respekt. Keiner wollte einen Fehler machen. Nach einem Freistoß von Niederwenigern weit über das Tor hatte Kreshnik Vladi den ersten Hauch einer Chance, aber es fehlte ein Schritt, um an den Ball zu kommen, den Keeper Alexander Golz mit dem Kopf vor seinem Strafraum klären konnte (10. Minute). Nach einer halben Stunde war es erneut Vladi, der eine gute Möglichkeit hatte, aber erneut war Golz zur Stelle. Dazwischen und bis zum Halbzeitpfiff lieferten sich die Teams einen harten ausgeglichenen Kampf ohne große spielerische Linie. Kurz vor dem Pausenpfiff des unaufgeregten und übersichtlich leitenden Unparteiischen Okan Uyma prüfte Florian Machtemes Keeper Jan Unger, der seinen Kasten aber sauber halten konnte.

Die zahlreichen Zuschauer -Respekt vor dem Fanaufkommen unseres Nachbarn- freuten sich auf eine ereignisreichere 2. Halbzeit, wurden zunächst aber nicht wirklich bedient. Nach 10 Minuten übernahmen die Wennischen mehr und mehr das Kommando und der Gastgeber hatte Mühe, eigene Offensivakzente zu setzen. Aber auch wenn sich das Geschehen deutlich in die Burgaltendorfer Hälfte verlagerte, konnten auch sie keine Torchancen kreieren. Und wenn in der 70. Minute nicht ein katastrophaler Abspielfehler passiert wäre, wer weiss, ob überhaupt noch ein Tor gefallen wäre. So aber nahm das Schicksal seinen Lauf. Einen flachen Abstoß spielte Thimo Sous viel zu schwach zurück, Keeper Unger musste gegen den anstürmenden Gegner alles riskieren und holte diesen von den Beinen. Marc Andre Gotzeina liess sich die Chance nicht nehmen und verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zur viel umjubelten Führung. Danach war die Begegnung ein Einbahnstrassenfussball und der Gastgeber lief Gefahr, deutlich unter die Räder zu kommen. Klare Einschussmöglichkeiten wurden versemmelt oder auch die Latte musste herhalten. Insgesamt aufgrund der zweiten 45 Minuten ein hochverdienter Sieg für die schwarz-gelben Spieler, die zusätzlich die zeitgleiche Niederlage von Sonsbeck feierten.

Wir können an dieser Stelle nur zum Aufstieg gratulieren (wenn sie sich das noch nehmen lassen, sind sie selbst Schuld). Trainer Jürgen Margref und seine Schützlinge haben sich diesen wirklich verdient, auch wenn es schwer fällt, dieses zu schreiben. Denn wir hätten in der nächsten Saison wieder gerne das Derby gespielt.