Mit einem hochverdienten 5:1 beendete der SV Burgaltendorf am Tag der Arbeit eine Serie von nicht gewonnenen Spielen

Der Kader war durch Verletzungen, Erkrankungen und anderen Gründen stark dezimiert, was aber an der Ausrichtung des Spieles nichts änderte. Trainer und Mannschaft wollten von Beginn an die letzten Ergebnisse vergessen lassen und gingen entsprechend motiviert ins Rennen. Man wollte, so die taktische Ausrichtung, den Gegner kommen lassen, um dann mit schnellen Kontern zum Erfolg zu kommen. Das gelang zum ersten Mal in der 3. Minute. Kevin Sokhan Sanj überspielte mit einem Diagonalpass einen Großteil der gegnerischen Formation, Sam Soltani setzte sich an der Grundlinie gegen drei Mitspieler durch, seine abgefälschte Flanke landete bei Mohamed Alie, der aus kurzer Distanz zum 1:0 traf. Ein richtig guter Auftakt, der wenige Minuten später fast seine Fortsetzung mit einem Torerfolg fand. Wieder war Soltani über die linke Angriffsseite beteiligt. Diesmal landete seine Hereingabe bei Sokhan Sanj, der völlig unbedrängt den Ball am langen Pfosten vorbei setzte. Normalerweise lässt sich der Innenverteidiger solche Möglichkeiten nicht entgehen. Den ersten Aufreger vor dem eigenen Tor gab es in der 14. Minute. Einen Pass in die Tiefe nahm Stefan Kapuscinski  an und schob den Ball an den Pfosten. Die Situation wurde aber vom insgesamt gut leitenden Unparteiischen Bektas Bicici und seinen Assisteten wegen Abseitsstellung zurückgepfiffen. Das Vorhaben, den Gegner kommen zu lassen, ging nicht ganz auf, da dieser nicht die Möglichkeiten hatte, einen konstruktiven Spielaufbau zu leisten, was teilweise auch daran lag, dass der SVA agrressiv die Zeikämpfe annahm. So auch in der 20 Minute. Maurice Yayra Möller setzte nach einem Ballgewinn zu einem Sturmlauf über die rechte Seite an, seine Hereingabe verwandelte Kapitän Kreshnik Vladi mit einen Kopfballaufsetzer unter die Latte zum 2:0. Die beiden Tore wirkten befreiend, auch wenn der harte Kern anlässlich der beiden letzten Ergebnisse unkte: "Ein 2:3 ist noch drin." Diesen  bösen Gedanken verscheuchten die blau weissen Akteure schnell. Auch wenn Alie mit einem Kopfball in aussichtsreicher Position das 3:0 verpasste, so war es Soltani, der mit einer glänzenden Einzelleistung vehement zum 3:0 abschloss ((28.). Nur drei Minuten später ein Freistoß aus 18 Metern. Thimo Sous legte sich den Ball zurecht und traf sensationell über die Mauer zum 4:0. Eine beruhigende Führung, auch weil der Gast von TuS Fichte Lintfort in der 42. Minute erstmals unseren Keeper Jan Unger beschäftigte. Stefan Kapuscinski überlupfte den weit vor dem Tor agierenden Unger, der aber im Zurücklaufen den Ball aus der Gefahrenzone beförderte.

Nach dem Wechsel blieb Matteo Viefhaus angeschlagen in der Kabine. Für ihn rückte Daniel Valaev in die Innenverteidigung. Er war es auch, der sich in der 65. Minute in die Torschützenliste eintrug. Nach einem Eckball war er mit einem wuchtigen Kopfball zur Stelle und liess dem Lintforter Torhüter Marian Gbur keine Abwehrchance. Der für Alie in der 69. Minute eingewechselte Stefano Trißler verpasste den sechsten Treffer. Den erzielte Nikola Serra, allerdings für den Gast zum 5:1. In den Schlussminuten konnte sich Gbur gegen Trißler auszeichnen und einen höheren Rückstand verhindern. Überflüssigerweise gab es in der 90. Minute noch eine gelb/rote Karte. Nach einem Foul zeigte Bicici einem Lintforter Akteur die gelbe Karte, die diesen dann wohl zu einigen verbalen Kommentaren veranlasste, was wiederum mit sofortiger gelb/roter Karte geahndet wurde. Entsprechend regte sich Trainer Sven Schützek ob dieses Platzverweises nach Abpfiff auf.  Ein unrühmlicher Abschluss einer eigentlich sehr fairen Begegnung.

"Endlich wieder ein Sieg." war der einhellige Tenor. Eine überzeugende Leistung, auch wenn man sie sicherlich nicht überbewerten darf. Der Gegner war heute nicht einer der stärksten. Was der Sieg wirklich wert ist, wird man am Sonntag sehen, wenn unser Angstgegner ESC Rellinghausen an der Windmühle vorspielt.