Wenn es läuft....dann läuft es. Nachdem die II. Mannschaft um 14.48 Uhr einen 4:2 Erfolg gegen einen überraschend starken Tabellenletzten BW Mintard eingefahren hatte und die III. Mannschaft mit einem 3:1 Auswärtsssieg aus Stoppenberg nach Hause kam, ließ sich die I. nicht lumpen und siegte gegen den Tabellennachbar SV Genc Osman Duisburg mit 1:0

Die Mannschaft von Trainer Philipp Kruppe lief in derselben Aufstellung auf wie schon beim 0:3 Erfolg in Niederwenigern. Die bisherigen Beobachtungen der Duisburger Spielweise ließ vermuten, dass diese unserer defensiv eingestellten Elf in die Karten spielt. Und genau so kam es auch.

Die erste Halbzeit war es der SVA, der die Duisburger nur bedingt am Spiel teilnehmen ließ und das Aufbauspiel früh und effektiv störte. Das Burgaltendorfer Geschehen wurde zum größten Teil von den auf der Doppel-Sechs agierenden Lukas Kuhlmann und Matteo Viefhaus bestimmt, die die Bälle schön auf die Außen verteilten. Zum ersten Torschuss des SVA kam es in der 10. Minuten, als Kreshnik Vladi einen von Maurice Möller eingeleiteten Angriff über die rechte Seite aus mittiger Position nicht richtig traf. Fünf Minuten später dann ein Angriff über die linke Seite über Sam Soltani: Jonas Lippeck unterlief die Flanke, Julian Bluni wechselte mit guten Überblick auf den rechts freistehenden Möller. Keeper Abdullah Daghan wirkte hier das erste Mal unsicher, als er die scharfe Hereingabe von Möller recht unkontrolliert mittig abwehrte. Auch beim darauffolgenden Kopfball von Lippeck in die kurze Ecke kam der Duisburger Torwart noch irgendwie an den Ball. Kurz darauf wieder ein schneller Angriff über die linke Seite über Kiril Naumov, aber Solanti war ungefährlich im Abschluss. Keine Minute später war es  Nils Unger, der im schnellen Doppelpassspiel mit Soltani die Hintermannschaft von Duisburg auf die Probe stellte. In vereinzelten Situationen konnten die Duisburger bei Kontern ihre Schnelligkeit zeigen, wurden allerdings durch die  bis hier hin  eng am Mann stehende Defensive gut kontrolliert und abgefangen. In der 27. Minuten kam Genc Osman das erste Mal gefährlich vor das Burgaltendorfer Tor. Tanju Ackigöz ließ Maurice Möller stehen, setzte sich auf Höhe der Grundlinie gut durch und bediente den erschreckend freistehenden Kaan Akkus, der den Ball aber nicht richtig traf.  Mit dieser Chance gelang es den Duisburgern den einen oder anderen Stockfehler der Hintermannschaft des SVA auszunutzen, konnten sich aber keine nennenswerten Chancen erspielen. Das bis hierhin fußballerisch nicht unbedingt sehenswerte Spiel wurde durch ein technisches Highlight von Jonas Lippeck, der sich den augenscheinlich zu weit vorgelegten Ball mit der Hacke an drei Duisburgern vorbeilegte, aufgewertet. Diese Aktion wurde dann aber von Lukas Kuhlmann, der einen Freistoß von der linken Seite des Sechzehners direkt ins lange Eck verwandelte, getoppt. Dieses Traumtor kurz vor der Halbzeit zum 1:0 war zu diesem Zeitpunkt verdient. So hatte der SVA in der ersten Hälfte mehrere, wenn auch nicht zwingende Chancen.

Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit waren ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften versuchten sich über lange Bälle Torchancen herauszuspielen, konnten sich aber nicht final beweisen. So gut der Schiedsrichter Georgios Vassiliadis in der ersten Halbzeit der sehr fairen Partie auch war, so unglücklicherr waren einige Entscheidungen im Laufe der zweiten 45 Minuten. Das ein oder andere gelbwürdige Foul wurde nicht gesehen, der Linienrichter mit seiner Abseitsanzeige ignoriert und Vorteile nur kurz gewährt. In der 55. Minute der erste Wechsel auf Burgaltendorfer Seite  - Said Benkarit kam für Kapitän Kreshinik Vladi ins Spiel. Fünf Minuten später wurde Jan Unger das erste Mal aktiv geprüft, als sich Burak Akarca schön gegen drei Altendorfer durchsetze und dann doch ungefährlich zum Abschluss kam. Ähnlich verliefen die weiteren Angriffe auf beiden Seiten, wobei  die Duisburger nun mehr Spielanteile hatten. Burgaltendorf wechselte im weiteren Verlauf noch zwei Mal: für den Torschützen Lukas Kuhlmann kam Thimo Sous aufs Feld und für Jonas Lippeck kam Stefano Trißler. Dem Geschmack der Zuschauer nach befanden sich die Gäste in der Schlussphase zu oft im Sechzehner des SVA, wo der Ball in undurchsichtigen Situationen nicht final geklärt werden konnte. So schnell Duisburg aber auch über lange Bälle in der Vorwärtsbewegung war, so ungefährlich waren sie tatsächlich vorm Tor – zur Freude aller Heimfans. Denn so konnte der nächste Heimsieg eingefahren und wichtige Punkte gesichert werden. Der Aufwärtstrend der letzten Wochen hielt somit auch am gestrigen Sonntag an und die Mannschaft verbesserte sich mit diesem Dreier auf den 6. Tabellenplatz.

Maike Heuer