Auch gegen den Aufsteiger aus Moers reichte es für die Elf von Philip Kruppe und Julian Engelmeyer nicht zu einem Sieg

Im Vergleich zur Vorwoche konnte das Trainerteam personell aus dem Vollen schöpfen. Neben den Urlaubern waren auch die Erkrankten zurück, lediglich Ricardo Zweck weilte noch in den Flitterwochen. Die Stimmung in der Mannschafz war hörbar gut und sie legte auch ohne Umschweife auf dem Platz los. Einen langen Ball von Nils Unger, der den Vorzug vor Daniel Valaev erhielt, nahm Sam Soltani an und schloss auch sofort ab, aber Torhüter Luca Di Giovanni war zur Stelle und konnte parieren. Das war nach 60 Sekunden. Man merkte dem Team an, heute etwas bewegen zu wollen, stiess aber auf eine kompakte, körperlich sehr robuste Mannschaft aus Moers, die nach 6 Minuten zum ersten Mal gefährlich vor dem Tor von Jan Unger auftauchte. Eine Flanke aus dem Halbfeld nahm Marc-Andre Debernitz in halblinker Position direkt, Unger aber war zur Stelle. Nur 3 Minuten später rettete Kevin Sokhan-Sanj mit dem Kopf vor einem einschußbereiten Angreifer. Im Gegenzug wurde ein Schuß von Lukas Kuhlmann geblockt. Den Zuschauern bot sich bei besten äusseren Bedingungen ein schnelles, interessantes Spiel mit vielen Höhepunkten in beiden Sechzehnern. Nach einer Ecke von Soltani war Di Giovanni nach einer Kopfballstaffette wieder Sieger. Dann die große Möglichkeit für Sead Benkarit, der nach einer Flanke von Soltani völlig unbedrängt zum Kopfball kam, aber das Tor verfehlte. Das lief unter dem Motto "Kann man mal machen." Kreshnik Vladi verfehlte mit einem Schuß Richtung  kurze Ecke nach feinem Zuspiel von Kirill Naoumov nur knapp die Führung. Eine erneute Direktabnahme von Debernitz gin am Tor vorbei. Bis zu diesem Zeitpunkt waren erst 20 Minuten gespielt und es ging munter weiter.

Die Elf von Trainer Thorsten Schikofsky machte einen hervorragenden Eindruck und setzte immer wieder gut vorgetragene Konter. Beide Mannschaften praktizierten ein ansehnliches Umschaltspiel. Während Benkarit einen Kopfball neben den Kasten setzte, versuchte sich Debernitz erfolglos mit der 3. Direktabnahme.  Mohamed Anwar grätschte in der Hälfte der Moerser einen Ball ab direkt zu Soltani, dessen Versuch zur Ecke abgewehrt wurde. Eine weitere sensationelle Parade zeigte Di Giovanni, als er einen guten Kopfball von Benkarit zur Ecke entschärfte. Dann die ernüchternde Führung für den Gast. Ein glänzend vorgetragener Angriff über unsere rechte Abwehrseite brachte Kevin Sonneveld in Position, der überlegt in die vom Torhüter aus gesehen rechte Ecke einschob. Der SVA zeigte sich aber nicht geschockt und glich nur eine Minute später durch Benkarit aus, der wenig später verletzt raus musste. Für ihn kam Denis Naoumov, der die Position von Vladi übernahm, der in die Spitze ging. Dann ein Aussetzer in der Burgaltendorfer Hintermannschaft, als sich drei Akteure gegenseitig behinderten und Christian Zeiler völlig frei vor Unger auftauchte, aber einen Lupfer über das Tor setzte. Das war eine hunderprozentige Chance zur Führung für den Gast.  So pfiff der umsichtig leitende Joshua Vines zur Halbzeit.

Nach dem Wechsel ging es munter weiter. Vladi verzog nach einen Doppelpass mit Soltani nur knapp, in der anderen Hälfte wurde ein Freistoß von Sonneveld zur Ecke abgewehrt. Dann eine nicht alltägliche Situation. Soltani setzt sich auf der rechten Seite durch, er wird hinter der Torauslinie festgehalten (im Bereich des Sechzehners) und der Unparteiische entschied auf Foulelfmeter. Vladi liess sich die Chance nicht nehmen und verwandelte in der 54. Minute frech in die Mitte des Tores (Keeper verladen). Dann fast das 3:1, aber Denis Naoumov konnte eine hervorragende Vorarbeit von Julian Bluni nicht im Gästetor unterbringen. Bei einem Schus von Soltani stellte Di Giovanni seine ganze Klasse unter Beweis. Auf der Gegenseite verhinderte Unger eine Riesenmöglichkeit für Moers zum Ausgleich. Dieser fiel in der 60. Minute. Keeper Unger musste bei einem langen Ball aus seinem Kasten und beim Abwehrversuch traf er den Gegenspieler. Ein klarer Foulelfmeter, den Unger klasse hielt, aber beim Nachschuss von Zeiler war er machtlos. Kaum hatte man den erneuten Ausgleich realisiert, da stand es schon 2:3. Der bärenstarke Sonneveld setzte sich gegen drei durch (er hatte beim ersten Ballkontakt den Fuß ziemlich hoch gegen Sokhan-Sanj) und traf für seine Farben. Entsetzen bei den SVA´lern. Das Trainerteam reagierte und brachte Stefano Trißler und Thimo Sous für Jonas Lippeck und Anwar. Die Begegnung wogte hin und her und Käpitän Vladi erzielte 15 Minuten vor dem Abpfiff den erneuten Ausgleich. Nur drei Minuten tauchte erneut Vladi vgefährlich im Sechzehner auf, traf aber das Tor nicht. Auch Trißler vermochte es nicht nach schöner Vorarbeit von Bluni, den entscheidenden vierten Treffer zu erzielen. Er zögerte zu lange und verpasste den direkten Abschluss. Dass es schliesslich bei dem einen Punkt blieb, war auch Zeiler zu verdanken, der in den Schlussminuten zwei Hochkaräter für seine Farben vergab.