Zum wiederholten Male kehrte der SVA-Tross missmutig und ohne Punkte aus Oberhausen zurück. 

Auch wenn die personellen Voraussetzungen (Urlaub, krank, verletzt) nicht wirklich optimal waren: so leicht war es gefühlt noch nie, drei Punkte in Sterkrade zu holen. Aber wie so häufig wurden vorne die besten Möglichkeiten nicht genutzt und hinten führten ein kollektiver Schlaf und  ein individueller Patzer zu zwei Gegentreffern, die eine erneute Auswärtspleite bedeuteten. Bei herrlichem Herbstwetter tasteten sich beide Teams eine Viertelstunde lang ab. Der Gast vom Wasserturm hatte mehr Ballbesitz, kam aber ebenso wie die Elf von Markus Kowalczyk nicht zwingend in den gegnerischen Strafraum. Der erste wirklich nenneswerte Angriff der Oberhausener brachte dann sofort die Führung. Bei einem Angriff über rechts konnte nach einem simplen Doppelpass die Flanke nicht verhindert werden, in der Mitte musste Tom Mattern nur den Fuss hinhalten und es hiess 1:0. Nur kurze Zeit später setzte Michel Roth eine Direktabnahme aus 16 Metern neben den von Jan Unger gehüteten Kasten. Auf der Gegenseite erstmals der Gast mit dem Hauch einer Chance, aber eine Flanke von Julian Bluni klärte ein Abwehrspieler zur Ecke. Nach einer halben Stunde versuchte sich Kirill Naumov mit einem Distanzschuss, aber er bekam keinen Druck hinter den Ball. Richtig gefährlich wurde es drei Minuten später. Nach einer Flanke von Bluni nahm Kreshnik Vldi den Ball direkt, verfehlte aber sein Ziel denkbar knapp. Das war der Auftakt einer turbulenten letzten Viertelstunde in der ersten Halbzeit. Nacheinander wurden Schüsse von Faruk Kuduzovic, Said Benkarit und Bluni im letzten Moment von der vielbeinigen Sterkrader Defensive abgewehrt. Plötzlich tauchte Kuduzovic allein vor Keeper Akin Ergin auf, aber beim Pass von Vladi stand er im Abseits, was dem aufmerksamen Unparteiischen Marco Jerneitzig nicht entging. Dann aber war es soweit. Nach einer Ecke und Gewühl im Strafraum gelangte der Ball zu Mustafa Anwar, der trocken an Freund und Feind vorbei flach in die lange Ecke zum hochverdienten Ausgleich traf. Kurz vor dem Halbzeitpfiff noch ein vermeintliches Foul im Sechzehner an Maurice Yayra Möller, das aber nicht geahndet wurde.

Nach dem Wiederanpfiff blieb der SVA am Drücker. Eine als Flanke gedachte Hereingabe von Naumov senkte sich ins lange Ecke, konnte aber mit einer Glanzparade von Torhüter Ergin entschärft werden. Das Tempo war nun höher als in den ersten 45 Minuten. Oguzhan Cuhaci kam an eine Hereingabe von Marcel Siwek nicht heran (53.). Auf der Gegenseits setzte sich Vladi glänzend gegen drei Gegenspieler durch, der Abschluss aber war zu schwach. Erneut Vladi war es, der nach einem schönen Doppelpass mit Bluni frei zum Schuß kam, den Ball aber über das Tor jagte. Der Gastgeber kam kaum noch zu Entlastungsangriffen. Die nächste Großchance für den SV Burgaltendorf vereitelte erneut der Oberhausener Keeper. Einen Eckball von Vladi brachte Daniel Valaev mit dem Kopf wuchtig Richtung Tor, aber -wie erwähnt- klärte der Torhüter zur Ecke (67.). Aus dem Nichts die erneute Führung für die Spielvereinigung. Bei einen Eckball auf die kurze Ecke kam Unger aus seinem Kasten, verfehlte den Ball, der vor die Füße von Necip Epen fiel, der zum 2:1 einschob. Verkehrte Welt. Der SVA wehrte sich gegen die drohende Niederlage, aber Benkarit scheiterte an Ergin, ein Kopfball von Kevin Sokhan Sanj prallte vom Pfosten zurück ins Feld und bei einem Distanzschuss vom eingewechselten Thimo Sous klärte ein Kopf eines Abwehrspielers für den hier geschlagenen Keeper. Bei gefühlt 10:3 Torschüssen zu Gunsten des SVA stand die Mannschaft wieder mit leeren Händen da nach einer eigentlich ordentlichen Vorstellung. "Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech hinzu. Allein das Ding von Naumov wäre in der letzten Saison drin gewesen, ebenso der Kopfball von Sokhan-Sanj. Die Mannschaft scheint Sch...  am Fuß zu haben." waren die Verantwortlichen ziemlich ratlos ob der erneuten Niederlage.