Dieser Gegner scheint dem SVA nicht zu liegen. Wie schon im Hinspiel beim 1:4 waren die Oberhausener auch diesmal mit 2:1 siegreich.

Trainer Kruppe stellte die Mannschaft, im Vergleich zur Vorwoche, auf zwei Positionen um und brachte Ricardo Zweck für die Defensive und Jonas Lippek im Sturm. In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld, so dass sich Tormöglichkeiten nur aus Ballverlusten im Mittelfeld ergaben. Die erste nutzte Sterkrade auch sofort zum 1:0. Ricardo Zweck passte auf der rechten Seite zu einem Mitspieler in die Mitte, der unter Bedrängnis den Ball nicht kontrollieren konnte und den Ball an Oguzhan Cuhaci verlor, der seinen Stürmer Michel Roth auf die Reise schickte. Dieser konnte, über die verwaiste rechte Abwehrseite, ungestört bis an den Fünfmeterraum laufen und in die kurze Ecke einschießen. In der 22. Minute dann die erste nennenswerte Offensivaktion des SVA. Julian Bluni bekommt den Ball auf der linken Seite, passt dann flach in den Fünfmeterraum der Sterkrader, aber Torhüter Marcel Dietz kommt noch vor Jonas Lippek an den Ball. In der 25. Minute konnte Jan Unger gerade noch eingreifen, nachdem ein Oberhausener auf der rechten Seite ganz frei vor ihm auftauchte, sich den Ball aber etwas zu weit vorgelegt hatte.

In der 30. Minute fast eine Kopie der Spielsituation, die zum 1:0 geführt hat. Ricardo Zweck passt diesmal einem Oberhausener direkt in die Füße, wieder kommt der Ball über die linke Angriffsseite in den Sechzehnmeterraum und Torhüter Jan Unger pariert den Schuss aus 6 Metern klasse. Schon zu diesem Zeitpunkt ging Sterkrade sehr fahrlässig mit seinen Torchancen um. Dies sollte in der zweiten Halbzeit auch nicht besser werden.

Zur zweiten Halbzeit kam Nils Klima für Daniel Valaev.

In der 49. Minute die nächste Großchance für Sterkrade, aber wieder schaffen es 4 Spieler nacheinander nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Hier hatte der SVA Riesenglück. Nach 51 Minuten leitet Malte Eckert mit einem tollen Pass in die Schnittstelle der Oberhausener Abwehr die nächste Tormöglichkeit durch Julian Bluni ein, dieser wird aber kurz vor dem Tor am Abschluß gehindert. In der 59. Minute dann das Tor für den SVA. Nils Klima flankt präzise von der rechten Seite an den Fünfmeterraum, wo Kapitän Kreshnik Vladi, sträflich alleingelassen, den Ball per Kopf versenkte.

Der SVA versuchte im Anschuß daran, das Spiel noch offensiver zu gestalten und vernachlässigte dabei die Defensivarbeit, was gegen eine solch offensivstarke Mannschaft wie Sterkrade zwangsläufig schief gehen muss. Ein ums andere Mal wurden die Löcher in unserer Abwehr genutzt, um sich hochkarätige Torchancen zu erarbeiten. Eine führte dann auch zum Siegtreffer für die   Spvgg. Sterkrade-Nord in der 86.Minute. Wieder war es Oguzhan Cuhaci, der auf der rechten Angriffsseite völlig freistand, den Ball scharf vor das Tor flankte und Nils Unger den Ball unglücklich ins eigene Tor abfälschte. Erzielt er das Tor nicht, macht es der Angreifer hinter ihm. Wieder eine Situation, in der die Innenverteidiger unter schwach verteidigten Außenbahnen leiden mussten.

Fazit: Der zweitbeste Angriff der Liga hat das Spiel heute entschieden. Ohne das Quäntchen Glück und zum zweiten Mal hintereinander mit einem bärenstarken Jan Unger im Tor, hätte das Ergebnis erheblich klarer ausfallen können. Die Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt, aber an diesem Nachmittag waren die Oberhausener das zielstrebigere Team.