Auch im 6. Spiel in Serie blieb die Elf des SV Burgaltendorf sieglos. Die ernüchternde Bilanz: ein Unentschieden bei fünf Niederlagen.

Bei herrlichem Frühlingswetter mussten die Trainer Philip Kruppe und Arndt Kremer auf einigen Positionen umstellen. Neben dem schon länger verletzungsbedingt ausfallenden Nils Klima standen auch die nach gelben Karten gesperrten Julian Bluni und Kapitän Kreshnik Vladi nicht zur Verfügung. Und das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Nach einem starken Pass in die Tiefe, der die gesamte Abwehr überspielte, wurde die durch Naser Ameti direkt genommen Flanke vom starken Christopher Lülsdorf im Tor des SVA gehalten und der Nachschuss von einem Abwehrspieler geblockt. Hier hätte es nach 120 Sekunden bereits 0:1 stehen können. Die Gäste aus Repelen, die als Tabellensechzehnter mit dem Rücken zur Wand standen, waren in den ersten Minuten wesentlich agiler und zweikampfstärker als der Gastgeber, dem jegliche Einstellung zum  Spiel fehlte. Viele Ballverluste und verlorene Zweikämpfe paarten sich mit Unkonzentriertheiten und schlechtem Stellungsspiel. Fast zwangsläufig die Führung für die Gäste nach einem -das muss man anerkennen- sehr schönem Spielzug, dem allerdings, wie sollte es auch anders sein, ein unnötiger Ballverlust vorausging. Die Repeler fackelten nicht lange und Ben Etuk nutzte den sich bietenden Platz über die rechte Seite, passte quer durch den Strafraum auf den zweiten Pfosten, wo Nico Pehla den Ball unbedrängt erneut in die Mitte legen konnte, den, ebenfalls völlig freistehend, Lewis Brempong ohne Mühe zur verdienten Führung einnetzte. Zwei Minuten später der zweite Treffer für die Gäste, aber der gute Unparteiische Pascal Spittek entschied mit seinem Assistenten auf abseits. Die Mannschaft um Kapitän Thimo Sous konnte sich von diesem Gegentor nur schlecht erholen, zu viele Bälle wurden unkontrolliert verloren, das Selbstbewustsein auf dem Tiefpunkt, während die Repeler immer wieder die Angriffsbemühungen des SVA mühelos im Keime ersticken konnten und selbst gefällig nach vorne spielten. Etuk schoss in der 15. Minute nach einem schnellen Konter am Kasten vorbei. Es dauerte bis zur 45. Minute (!!) bis die erste wirkliche Möglichkeit auf Seiten des Gastgebers zu verzeichnen war. Aber Keeper Robin Bertok konnte den starken Schuss von Ricardo Zweck glänzend zur Ecke abwehren. Damit ging es in die Halbzeitpause und Unmut machte sich unter den Anhängern breit. 

Alle Hoffnungen lagen auf den zweiten 45 Minuten, die auch verheissungsvoll begannen. Die Trainer hatten reagiert und brachten für Julian Engelmeyer und Mustafa Anwar mit Tobias Köfler und Lukas Kuhlmann zwei frische Kräfte. Sam Soltani setzte sich auf Linksaussen stark durch und kam zum Abschluss. Konnte Keeper Bertok hier noch parieren, war er beim anschliessenden Nachschuss von Zweck machtlos. 1:1 in der 48. Minute, ein Auftakt nach Mass. Und es sollte noch besser kommen. Nur fünf  Minuten später wurde Matteo Viefhaus glänzend frei gespielt und er setzte die Kugel mit einem gefühlvollen Heber in die lange Ecke. 2:1, plötzlich war etwas wie Spielkultur zu sehen, der Ball wurde über die Aussen gespielt und auch Zweikämpfe gewonnen. Die Freude über den Führungstreffer dauerte allerdings nur 10 Minuten, ehe Baran Özcan zum Ausgleich traf (64. Minute). Der SVA verlor die Kugel erneut, als alle in der Vorwärtsbewegung waren. Nach dem erneuten Gegentreffer versuchte die Elf zumindest, dagegen zu halten. Köfler mit einem Kopfball und Soltani mit einem Fernschuss trafen aber nicht ins Ziel. Ein erneuter Konter mit drei/vier Ballkontakten brachte dann den vielumjubelten Führungstreffer für Repelen durch das zweite Tor von Özcan. In der letzten Viertelstunde bemühten sich die Gastgeber, aber der Ausgleichtreffer wollte nicht mehr fallen. Zurück blieben ratlose Verantwortliche und Zuschauer. "Gut, dass wir in der ersten Saisonhälfte einige Punkte gesammelt haben und einen gewissen Abstand zu den Abstiegsplätzen haben. Mit dieser Leistung holen wir keinen Punkt mehr." war nur ein Kommentar der frustrierten Anhänger.