Trotz einer engagierten, kämpfrisch einwandfreien Leistung verlor der SV Burgaltendorf sein Heimspiel...

gegen einen Gegner, der an diesem Tag einfach besser war. Mit dem FSV Duisburg 1989 stellte sich der aktuell Tabellenzweite an der Windmühle vor, der seinem ausgegebenen Saisonziel - der direkte Aufstieg- mit einem Auswärtssieg ein Schritt näher kommen wollte. Dabei begann die Elf von Trainer Denis Tahirovic durchaus verhalten, zog sich in den ersten Minuten weit in die eigenen Hälfte zurück. Der Gastgeber, der auf seinen Kapitän Kreshnik Vladi verzichten musste, begann mit Mustafa Anwar und Tobias Köfler in der Startformation, startete also einen Touch definsiver als sonst. Die ersten Minuten hatte der SVA mehr Ballbesitz, einzig ein Freistoß von Thimo Sous, der die Käpitänsbinde trug, fand den Weg Richtung Tor, stellte Marian Ograjensek im Kasten der Duisburger aber nicht vor Probleme. Nach 10 Minuten wurde die Gästeelf mutiger und erspielte sich nicht nur einen Feldvorteil, sondern kreierte auch Tormöglichkeiten. Gleich zweimal scheiterte Ibrahim Bayraktar in der 14. und 16. Minute. Zunächst konnte Dennis Hornig im Tor der Burgaltendorfer seinen Schuss entschärfen, dann pfiff ihn das Unparteiischengespann wegen Abseitsposition zurück. Auch Anil Yilderim versuchte sich am Torschuss, aber auch hier war Hornig, der unbestritten sein bis dato bestes Spiel ablieferte, zur Stelle und wehrte seinen Schuss aus spitzem Winkel zur Ecke ab. Der Gastgeber hielt dagegen, kam aber selbst nicht zu eigenen konstruktiven Angriffen. Zu schnell wurde der Ball verloren, Entlastungsangriffe verpufften schnell. Dass bei einer solchen Begegnungen Kleinigkeiten entscheiden können zeigte sich in der 44. Minute. Alle hatten sich bereits auf einen warmen Pausentee eingestellt, als Anwar den Ball im Mittelfeld leichtfertig verlor. Duisburg reagierte blitzschnell, der insgesamt glänzend leitende Unparteiische Laurin Titze ließ Vorteil laufen und nach drei Stationen war Kapitän Bora Karadag zur Stelle und erzielte die 1:0 Halbzeitführung, die sicherlich nicht unverdient war, aber der Zeitpunkt des Gegentores für den SVA unglücklich.

Die Unterstand-Gang orakelte noch "Hoffenlich machen die Duisburger kein frühes zweites Tor.", da rappelte es schon im Karton. Karadag ließ auf der linken Seite Kirill Naumov ziemlich alt aussehen und er flankte zielgenau in die Mitte, wo Ibrahim Bulut sich nicht zweimal bitten ließ und mit einem wuchtigen Kopfball Keeper Hornig keine Chance ließ. Von diesem frühen Gegentor musste sich die Kruppe-Elf erst einmal erholen. Im Laufe der zweiten Halbzeit übernahmen die Blau Weißen ein wenig die Initiative und hatten mehr vom Spiel, ohne allerdings den letzten Pass spielen zu können und selbst Tormöglichkeiten zu gestalten. Es dauerte bis zur 70. Minute, ehe Köfler in aussichtsreicher Position zu einem Kopfball kam, hinter diesen aber keinen Druck bringen konnte. Besser machte er es zwei Minuten später, als er einen Flankenball von Sam Soltani zum 1:2 einköpfte. Sollte hier noch etwas gehen? Kann Duisburg, das das Tempo deutlich aus dem Spiel genommen hatte, den Hebel wieder umdrehen? Sie konnten. Begünstigt allerdings durch einen erneut kapitalen Abwehrfehler. Auf der linken Angriffsseite kam der eingewechselte Alison Rafael Leite Dos Santos (das sind nicht die einzelnen Stationen des Spielzuges, der zum 3:1 führte, sondern der Torschütze) völlig allein gelassen zum Schuss, der zum Leidwesen von Hornig auch noch abgefälscht wurde. Damit war die Partie gelaufen, auch wenn Soltani mit dem Abpfiff noch zum 2:3 traf. "Wir haben eine gute Landesligabegegnung gesehen mit einem absolut starken Aufstiegsaspiranten. Die individuelle Klasse der Duisburger ist schon beeindruckend. Unsere Mannschaft hat kämpferisch gut dagegen gehalten." war Jörg Oswald nicht unzufrieden.  "Allerdings ärgert mich die hohe Anzahl der Gegentore in den letzten Spielen. Das sind einfach zu viele. Wir müssen die individuellen Fehler abstellen, diese werden auf diesem Niveau gnadenlos bestraft." Immerhin 39 Gegentreffer hat die Mannschaft sich in 23 Spielen eingefangen. Am nächsten Wochenende geht es zum Spitzenreiter nach Kleve.