...war die Niederlage der I. Mannschaft in Oberhausen.

Bei fast frühlingshaften Temperaturen verlor der SV Burgaltendorf sein Auswärtsspiel bei Arminia Klosterhardt mit 3:2. Die Gäste um die Trainer Philip Kruppe und Arndt Kremer mussten auf die grippeerkrankten Nils Unger und  Jonas Lippeck verzichten. Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten auf beiden Seiten übernahm der SVA das Kommando und erspielte sich ein optisches Übergewicht. Nach einem  Schuss von Mattis Thieler, den Dennis Hornig locker parieren konnte, war es Sam Soltani, der den vermeintlichen Führungstreffer erzielte. Aber der Unparteiische Ünal Sögüt mit seinen Assistenten Yassin El Hari und Hasan Türkmen entschieden wie in vielen weiteren Aktionen auf abseits, sehr zum Unmut der zahlreich mitgereisten Fans. Mit langen Diagonalpässen, die zu fast 100 Prozent zum eigenen Mann kamen, inszenierten die Blau-Weissen immer wieder gefällige Angriffe. Nils Klima setzte sich auf der rechten Seite durch, aber seine scharfe Hereingabe fand keinen Abnehmer in der Mitte. Bei einem der wenigen Konter erzielte Klosterhardt ebenfalls einen Abseitstreffer. Burgaltendorf blieb überlegen und Soltani brachte seine Farben in der 22. Minute verdientermassen in Führung. Eine Flanke von Julian Bluni köpfte er an den Innenpfosten, von dem die Kugel den Weg ins Tor fand. Nur 5 Minuten später der zweite Treffer für den Gast. Nach einer Ecke von Klima war es Thimo Sous, der das Leder über die Linie bugsierte. Hier sah der Keeper Dominik Varlemann nicht gut aus. Weitere gute Möglichkeiten bis zur Halbzeit konnten nicht genutzt werden. Bluni, glänzend frei gespielt von Soltani, umkurvte den Keeper, wurde aber im letzten Augenblick durch ein sehenswertes Tackling am Torschuss gehindert. Im Nachgang zum fälligen Eckball traf Kevin Sokhan-Sanj mit einem Kopfball nur die Latte (37.). Bis zu diesem Zeitpunkt zeigten die Schützlinge von der Ruhrhalbinsel eine beeindruckende Leistung und eine der besten Halbzeiten der jüngeren Vergangenheit...bis 5 Minuten vor dem Halbzeitpfiff. Zunächst köpfte ein Klosterhardter Spieler völlig freistehend über das Tor, dann aber klingelte es in der 45. Minute. Ein langer Ball senkte sich am langen Pfosten, wurde per Kopf in die Mitte aufgelegt, wo Marcel Wroblewski zur Stelle war und den Anschlusstreffer erzielte. Der Unparteiische pfiff die Begegnung nicht mehr an und bat die Mannschaften in die Kabine. Von dort kehrte Sous nicht auf das Feld zurück. Er hatte Schwierigkeiten mit der Atmung, für ihn kam Matheo Viefhaus in die Partie. 

Das Spiel der Gastes war nun plötzlich nicht wiederzuerkennen. Man kam in den Zweikämpfen zu spät, war zu weit von seinen Gegenspielern entfernt, Pässe kamen nicht mehr an und man liess sich in die eigene Hälfte drängen. Klosterhardt zeigte mehr Engagement und war nun überlegen. Ein katastrophaler Fehlpass von Viefhaus nutzte der Gegner blitzschnell und kam bereits 10 Minuten nach Wiederanpfiff zum vielumjubeltten Ausgleich durch Marcel Siwek. Die Elf von Trainer Marcus Behnert wirkte frischer und war zusehends galliger. Fast zwangsläufig gingen sie auch in der 68. Minute in Führung. Nachdem Keeper Hornig zweimal hintereinander glänzend parieren konnte, war er beim dritten Versuch machtlos. Nico Kuipers traf zum 3:2. Die Burgaltendorfer versuchten noch den Ausgleichstreffer zu erzielen, kamen aber nicht mehr zu nenneswerten Chancen. Warum erst spät beim Gast gewechselt wurde (man spielte übrigens ab der 76. Minute in Überzahl) erschloss sich den meisten Mitgereisten nicht. "Wir waren in der ersten Halbzeit eine Klasse besser als der Gegner. Warum wir in den zweiten 45 Minuten völlig den Faden verlieren, ist nicht nachvollziehbar. Eine ärgerliche Niederlage, die wir aber uns selbst zuzuschreiben haben. Aufgrund der zweiten Hlbzeit geht der Sieg für Klosterhardt sogar in Ordnung." waren einige Zuschauer auch lange nach der Begegnung mit dem Geschehenen beschäftigt. Nun geht es am kommenden Sonntag gegen den Zweitplazierten FSV Duisburg.

 Hier noch eine kleine Regelkunde für ...ihr wisst schon.  "Ins Spiel eingreifen heißt nach wie vor, dass ein Spieler den Ball berührt oder spielt, der zuletzt von einem Mitspieler berührt oder gespielt wurde. In diesem Punkt gibt es in der Praxis auch nur wenige Umsetzungs- beziehungsweise Verständnisprobleme."