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Beim selbsternannten Aufstiegsaspiranten SV Scherpenberg 1921 E.V. ("Wir wollen den Durchmarsch in die Oberliga", war in der Presse zu lesen) unterlagen die Schützlinge des Trainergespannes Kruppe/Kremer mit 3:0

Zu ungewöhnlicher Anstoßzeit (20.00 Uhr, hier kam uns der Gastgeber entgegen, da normalerweise die Ruhrtalbrücke noch gesperrt sein sollte, am frühen Morgen aber geöffnet wurde, an dieser Stelle Danke an Scherpenberg) fanden sich auf der heimeligen Moerser Anlage erstaunlich viele Besucher ein. Unter den ca. 350 Zuschauern auch ein großer Teil aus Burgaltendorf. Das Trainergespann musste die Anfangsformation ändern, da Kevin Soukhan-Sanj verletzungsbeding ausfiel und auch Nils Klima nicht zur Verfügung stand. Dafür rückten Julian Engelmeyer und Matteo Viefhaus unter die ersten Elf. Und die Partie begann mit einem Paukenschlag. Der Sekundenzeiger hatte die ersten beiden  Umdrehungen gerade hinter sich, als Kreshnik Vladi in eine missglückte Rückgabe lief und frei vor dem gegenerischen Tor auftauchte. Aber  er konnte die Kugel nicht am gut reagierenden Keeper Dominik Weigl vorbei legen. Von Beginn an gingen beide Teams ein hohes Tempo und es entwickelte sich eine intensive Begegnung. Julian Bluni nach einemlangen Ball versuchte es mit einem Heber, zielte aber vorbei (4. Minute). Bereits zu diesem Zeitpunkt fiel die ungemeine Schnelligkeit der Scherpenberger Stürmer auf. In der 5. Minute setzte Maximilian Stellmach zu einem sehenswerten Solo an, scheiterte aber am glänzend reagierenden Jan Unger im Tor von Burgaltendorf.

Dann setzte sich Meik Kuta erneut auf der rechten Seite durch, seine Hereingabe verpasste Almir Sogolj. Auf der Gegenseite traf Thimo Sous per Kopf zur vermeintlichen Führung nach Flanke von Ricardo Zweck, aber der Mann an der Linie entschied auf Abseits. Ich persönlich glaube, wenn er nicht die Fahne gehoben hätte, hätte sich niemand beschwert; also eine knifflige Entscheidung des über die gesamte Spielzeit sehr souveränen Schiedrichtergespannes unter Leitung von Cesal Simsek. Es waren erst sieben Minuten gespielt und schon einiges los. Der Gastgeber blieb am Drücker und hatte eine weitere gute Chance. Nach einem schönen Spielzug war es erneut Stellmach, der durch eine geschickte Ballannahme frei vor Unger auftauchte, diesen aber wieder nicht bezwingen konnte. Nach 25 Minuten beruhigte sich die Partie und das Tempo ließ verständlicherweise nach. Es dauerte bis zur 38. Minute zum nächsten Aufreger. Nach einem langen Einwurf von Mustafa Anwar und einer Kopfballverlängerung beförderte Bluni per Direktabnahme den Ball über das Tor. Auf der Gegenseite dann der viel umjubelte Führungstreffer. Nach einem schönen Lupfer einhergehend mit einem gravierenden Stellungsfehler in der Hintermannschaft war es El Houcine Bougjdi, der frei vor Unger auftauchte und diesem keine Abwehrmöglichkeit ließ (42.).

Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine. Die Burgaltendorfer Fans fragten sich, wie die eigene Mannschaft auf den Rückstand reagieren würde und man war sich einig, dass die Spielweise der ersten 45 Minuten zunächst beibehalten werden müsste, um nicht eine richtige Packung zu bekommen, wenn man zu offensiv agieren würde. Und doch begann die Elf kontrolliert offensiv und setzte den Favoriten gehörig unter Druck. Eine Reihe von Standards sorgten für Unruhe im Strafraum der Gastgeber, aber die Kopfbälle nach Ecken Sous von Viefhaus und dem aufgerückten Daniel Valaev verfehlten das Ziel. Nach 10 Minuten dann die erste gefährliche Aktion der Elf von Trainer Kay Bartkowiak, die erstaunlich defensiv begann und sichtlich Respekt hatte, aber Unger war auf dem Posten. Der SVA blieb leicht feldüberlegen, lief aber immer Gefahr, sich einen schnellen Konter zu fangen. Ein solcherzwang den überragenden Ungererneut zu einer Glanztat nach einer Ecke, waraber bei der darauf folgenden Flanke machtlos, als Stellmach völlig frei an der Fünfmeterlinie zum Kopfball kam. Damit war die Messe gelesen, auch wenn sich die Blau Weißen weiterhin gegen die drohende Niederlage wehrten. Das 3:0 in der 85. Minute durch Hari Coric dann der Schlusspunkt. "Wir haben gegen einen bärenstarken Gegner die Partie lange offen gehalten. Der Sieg für Scherpenberg geht völlig in Ordnung, fällt aber um 1-2 Tore zu hoch aus. Wer weiss was passiert, wenn wir 1:0 in Führung gehen. Ich habe ein gutes Spiel unserer Elf gesehen gegen einen sehr starken Gegner, der zum Saisonende auf den ersten drei Plätzen landen wird. " war der 2. Vorsitzende Stefan Gräler trotz der Niederlage zufrieden.