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...schreibt Christian Schaffeld im Reviersport.

Am ersten Spieltag der neuen Landesligasaison hat Aufsteiger SV Burgaltendorf gleich mal ein Ausrufezeichen gesetzt.

Die Mannschaft besiegte vor heimischer Kulisse Oberligaabsteiger FC Kray mit 2:1 (0:0). Nach dem Abpfiff lagen sich die Burgaltendorfer in den Armen. Sie haben es tatsächlich geschafft den haushohen Favoriten aus Kray zu schlagen. „Am Ende hatten wir das Glück auf unserer Seite, trotzdem geht der Sieg meiner Meinung nach in Ordnung“, bilanzierte Trainer Philip Kruppe (32). 

Der Aufsteiger entpuppte sich als der erwartet eklige Auftaktgegner des FC Kray. Zu Beginn der Partie stand die Mannschaft von Kruppe extrem hoch und erzwang so schon in der ersten Minute den ersten Eckball. „Die ersten 15 Minuten von uns waren nicht gut“, bemängelte Gästetrainer Muhammet Isiktas (43). Beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld, da es keine Mannschaft schaffte, den entscheidenden Ball in die Tiefe zu spielen. Zu den Unkonzentriertheiten kamen immer mehr Fouls. In der 38. Minute war es der bereits verwarnte Yassine Bouchama, der erneut im Mittelpunkt stand. Nach einem Rückpass der Burgaltendorfer sprang er völlig übermotiviert in Torwart Jan Unger und sah vollkommen zu Recht die Ampelkarte. Kruppe: „In der Pause haben wir dann gesagt, dass wir Ruhe bewahren müssen. Wir müssen geduldig sein und die Hektik aus dem Spiel nehmen.“ 

Bis zur 66. Minute mussten die Zuschauer warten. Dann war es wie schon letzte Woche im Pokal der überragende Kreshnik Vladi, der nach dem Zuspiel von Julian Bluni nur noch ins leere Tor einschieben musste und die Halbzeitansprache seines Trainers fruchten ließ. Doch auch solch ein Rückstand schockte die routinierte Krayer Mannschaft nicht. Nur fünf Minuten später war es der erst 19 jährige Milan Delevic, der nach einer Flanke aus dem rechten Halbfeld am höchsten stieg und zum nicht unverdienten Ausgleich einköpfte (71.).

Isiktas bemängelte: „Direkt im Anschluss müssen wir das 2:1 machen. Wir haben das Spiel über weite Strecken dominiert und hatten ein deutliches Chancenplus. Das ist eine unverdiente Niederlage.“ Tatsächlich war es der eingewechselte Ioannis Ketsatis, der in der 74. Minute Nerven zeigte und aus sieben Metern frei vorm Tor an Torwart Unger scheiterte. So blieb es bis zur 90. Minute beim 1:1. Dann war es erneut Kapitän Vladi, der mit seinem Treffer gleichzeitig den 2:1-Endstand und die ersten drei Punkte für seine Mannschaft besorgte.

Kruppe bilanzierte: „Am Ende war der Charakter entscheidend.“ Das Pokalspiel am kommenden Mittwoch gegen Rot-Weiss Essen will Isiktas nicht verantwortlich für die Niederlage seiner Mannschaft machen: „Das war noch nicht in den Köpfen der Spieler drin, da bin ich mir sicher. Wir werden uns ab Montag komplett auf das Spiel vorbereiten und am Ende sehen, was dabei herumkommt. Im Pokal ist alles möglich.“