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...schreibt Marc Posthaus in der NRZ

Die Füchse unterliegen dem Landesligisten mit 0:2 und scheiden überraschend aus dem Niederrheinpokal aus.

Essen. "Das wird eine ganz unangenehme Aufgabe hier.", prognostizierte FSV-Coach Marc Bach schon vor Anpfiff der Erstrundenpartie im Niederrheinpokal beim SV Burgaltendorf. Er sollte Recht behalten. Mit 0:2 (0:1) verlor der Oberligist beim Essener Landesligisten und verpatzte die Generalprobe vor dem Oberliga-Auftakt am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) gegen den Cronenberger SC. Ob die unerwartete Niederlage nach einer guten Vorbereitung zur richtigen Zeit ein Schuss vor den Bug ist, wird sich erst später herausstellen. In jedem Fall war sie äußerst unnötig und vermeidbar.

Dabei fanden die Füchse zunächst gut in die Partie und übernahmen gleich die Initiative gegen kompakt stehende Gastgeber. Wer weiß, welchen Verlauf die Partie genommen hätte, wenn Andres Seemanns Schuss (9.) ins Tor und nicht gegen den Innenpfosten geknallt wäre. Dominik Heinens Volleykracher (21.) hielt der an diesem Tag überragende SVB-Torhüter Jan Unger stark. Im Laufe der ersten Hälfte wurde das Spiel der Füchse insbesondere im Aufbau aber immer pomadiger und der Landesligist parallel mutiger. Zweimal vergaben die SVB-Stürmer noch fahrlässig, beim dritten Mal knallte Kreshnik Vladi (34.) die Kugel in die Maschen. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, denn nicht nur beim Gegentor machte die FSV-Defensive keine gute Figur.

Mit neuem Elan startete der Favorit zwar in Halbzeit Zwei, doch wieder sollte Andreas Seemann beim Torabschluss das Glück nicht auf seiner Seite haben, als er gegen Jan Unger im Eins gegen Eins scheiterte. Burgaltendorfs Kreshnik Vladi erinnerte sich nach 54 Minuten an sein erstes Tor und dachte sich, dass er das doch noch einmal wiederholen könne. Wieder aus der Distanz, wieder agierte der FSV viel zu passiv und lag fortan mit 0:2 zurück. Was folgte, war zunächst ein Sturmlauf auf das Burgaltendorfer Tor, die ihr Gehäuse mit Mann und Maus verteidigten. Die Schlüsselszene des Spiels ereignete sich 20 Minuten vor Schluss, als der sonst so sichere Elfmeterschütze Martin Lyttek mit einem Strafstoß an Jan Unger scheiterte, der den Ball allerdings auch überragend abwehrte und neben Doppeltorschütze Vladi zum Matchwinner avancierte. In Überzahl (Gelb-Rot für einen SVB-Akteur nach dem Elfmeter) fehlte dem Vohwinkeler Offensivspiel das Tempo, wirkte planlos und geprägt von langen Bällen, die die Defensive des SVB kaum einmal in Verlegenheit brachte. So brachte der Landesligist mit großer Leidenschaft den nicht einmal unverdienten Sieg über die Ziellinie und sorgte beim FSV Vohwinkel für hängende Köpfe.

FSV-Coach Marc Bach kommentierte den insgesamt schwachen Auftritt seiner Jungs entsprechend drastisch. "Unser Spiel war an Naivität nicht zu überbieten. So gewinnen wir in der Oberliga kein Spiel."

Aufstellung FSV: Karagiannis, Sudano (52. Jansen), Cakolli, Winter, Kinkler, Heinen, Lyttek, Zupo (75. Rehmes), Seemann, Kanahashi, Lühr