Am gestrigen Sonntag reiste die dritte Mannschaft zu dem bis dato punktlosen Kray 04. Eindeutige Marschroute war hier, weitere Punkte zu sammeln. Schon schnell merkte man, das wird heute kein Selbstläufer.:

Der SVA hatte direkt in der 2. Minute eine große Chance zur Führung. Sebastian Korstick platzierte den Kopfball knapp neben das Tor. Das Spiel hätte gerne so weiter gehen können, aber die Haubold/Priban-Truppe hatte so seine Probleme mit den aggressiven und agilen Krayern. Unsere Angriffe wurden energisch gestört, auch die mittlerweile ungeliebte Asche hinderte uns an einem halbwegs gepflegten Spielaufbau. Es entwickelte sich ein interessantes, aber unterdurchschnittliches Kreisliga B Spiel. Die deutlich größeren Spielanteile hatte der SVA, das erste Tor schoss allerdings die Heimmannschaft. Nach einem Freistoß setzte sich der längste Krayer durch und köpfte unhaltbar ein.

In der Pause gab es eine deftige Ansprache. Nach 45 Minuten war jedem klar, heute gibt es keinen Schönheitspreis, heute muss geackert werden.

In der zweiten Hälfte war dann praktisch nur noch der SVA am Drücker. Insbesondere über die linke Seite waren jetzt die Spieler Daniel Hans, Marco Neuhaus und Dennis Berghoff die Aktivposten. Nachdem einige Chancen ungenutzt blieben musste ein ziemlich kurioses Tor helfen. Innenverteidiger Niklas Graef schlug den Ball aus der eigenen Hälfte – aus einer Entfernung von etwa 55 Metern – auf das Krayer Gehäuse. Am Sechszehner sprang der Ball nochmal kräftig auf und segelte hinter den zu weit vorne postierten Torhüter ins Netz. Ein sensationelles Tor. Unserem Verteidiger wurde die Ehre zuteil, von allen Mitspielern geherzt zu werden. Das erlebt er normalerweise nur, wenn er im Training gegen die eigenen Spieler Gnade vor Recht walten lässt. Der SVA war nun drauf und dran, das Siegtor zu erzielen. 10 Minuten vor dem Ende dann endlich die Erlösung. Nach Flanke von Marco Neuhaus stand Sebastian Korstick sträflich frei und köpfte zur vielumjubelten Führung unter die Latte. In den letzten Minuten des Spiels passierte nichts mehr. Was bleibt festzuhalten? Zu sorglos präsentierte sich der SVA in der ersten Halbzeit und ließ sich den Schneid abkaufen. Die Krayer, die eine wirklich gute erste Halbzeit spielten, konnten in der zweiten Halbzeit daran nicht mehr anknüpfen und beschränkten sich auf die Defensive. Ein knapper und verdienter Sieg des SVA, der mit der zweiten Halbzeit die Erste vergessen ließ. Nach einem spielfreien Wochenende geht es dann nach Eiberg. Hier brauchen wir zwei gute Halbzeiten, um etwas mitzunehmen zu können.

Essi