Musste unser Team in der zweiten Pokalrunde bereits in die Verlängerung, so gab es am Donnerstag nochmal eine Steigerung, als man sich erst nach Elfmeterschießen mit 7:6 im Achtelfinale beim FC Stoppenberg durchsetzen konnte. Der Auftakt lief für den SVA optimal, denn bereits nach 44 Sekunden konnte Marc „Gazza“ Froese zur Führung einnicken, nachdem zuvor noch Marco „Kelly“ Heuer nach guter Einzelleistung am Stoppenberger Keeper gescheitert war.

Das sollte es mit der Blau-Weißen Herrlichkeit dann aber auch für längere Zeit gewesen sein, denn anschließend übernahm der Gastgeber eindeutig das Kommando. Die Abwehr um Peter Haubold bekam einiges zu tun, denn Stoppenberg drängte mit Macht auf den Ausgleich, vergab allerdings selbst beste Chancen äußerst fahrlässig. Nachdem Björn Endemann ohne gegnerische Einwirkung verletzt das Spielfeld verlassen musste und unwesentlich später ein Stoppenberger Stürmer von Haubold im Strafraum nur unfair gebremst werden konnte, gab es zurecht Strafstoß für den Gastgeber. Noch vor der Ausführung wurde Endemann durch Harald Beyer ersetzt, aber auch er musste mit ansehen, wie sich Patrick Rudnick diese Möglichkeit zum Ausgleich nicht nehmen ließ. Auch in der Folge war das Burgaltendorfer Spiel nicht wirklich gut und nennenswerte Möglichkeiten gab es nicht zu verzeichnen. Als sich schon alle Außenstehenden auf die Halbzeit vorbereiteten, kam aus dem Nichts die erneute Führung für den SVA. Eine Flanke von der rechten Seite verwandelte der Stoppenberger Tim Müller äußerst unglücklich per Kopf in das eigene Gehäuse.

Burgaltendorf war froh, nun erstmal durchzupusten und Kräfte für den zweiten Abschnitt zu bündeln. Dieser verlief nun etwas anders als der erste Durchgang, denn Stoppenberg brachte nicht mehr den Druck der ersten Halbzeit zustande, so dass sich eine deutlich ausgeglichenere Partie entwickelte. Die beste Möglichkeit zum vorentscheidenden 3:1 bot sich dann Daniel Essler, doch seinen platzierten Linksschuß in den linken oberen Giebel parierte Sascha Wesarg glänzend. Mittlerweile war der erschöpfte Marco Heuer durch Fabian Famulla ersetzt worden, doch auch diesem wollte der entscheidende Treffer nicht gelingen. Als nur noch 2 Minuten zu spielen waren, reichte eine Unachtsamkeit in der Hintermannschaft aus, um dem Ex-Burgaltendorfer Günther Kornblum die Chance auf den Ausgleich zu ermöglichen, welche dieser auch nutzte. Quasi eine Duplizität der Ereignisse, denn auch in der vorherigen Pokalpartie gegen Tusem Essen wurde erst kurz vor Ende der regulären Spielzeit der Ausgleich kassiert. So ging es mit schwindenden Kräften abermals in die Verlängerung und als erneut Kornblum seine Farben in Führung brachte, war dem SVA ganz kurzfristig Resignation anzumerken. Als sich dann aber aus knapp 20 m eine Freistoßsituation ergab und Kapitän Christian Schrade mit links fulminant in Richtung linken oberen Torgiebel abzog, hätte es eigentlich 3:3 heißen müssen. Aber erneut war Sascha Wesarg mit einer Glanzparade zur Stelle und hielt die Führung aufrecht. Doch noch vor dem letzten Seitenwechsel war auch er machtlos, als Essler den Ball vor Gehäuse annehmen und zum umjubelten Ausgleich einnetzen konnte. Da auch in der verbleibenden Zeit keine Treffer mehr fallen wollten, musste das Elfmeterschießen über den Sieger entscheiden:

Stoppenberg trifft, Haubold verschießt – Stoppenberg schießt vorbei, Lelgemann trifft – Stoppenberg trifft, Essler trifft – Stoppenberg trifft, Bagus trifft – Langer hält, Matchball für Schrade, doch er schießt rechts neben das Tor – Langer hält erneut und Andre „Aal“ Heuer versenkt zum Sieg.

Aufgrund der Leistungssteigerung nach der Pause und einem willensstarken Kampf ein zwar glücklicher, aber nicht gänzlich unverdienter Sieg in einem spannenden Pokalmatch. Nun geht es am 9. Juni im Viertelfinale zur DJK SG Altenessen und bei einem weiteren Sieg würde dann im Halbfinale auf heimischer Anlage der Sieger der Partie Spfr. Niederwenigern – Spvg. Schonnebeck warten.