Gericht verschiebt Stadion-Pläne

Schon seit vielen Jahren sucht Fußball-Landesligist SV Burgaltendorf eine neue Heimat. Pläne zum Neubau einer Sportanlage „Im Vaeste“ an der Burgstraße sind vom Oberverwaltungsgericht für das Land NRW in Münster nun auf’s Abstellgleis geschoben worden – ausbebauungsrechtlichen Gründen. „Die Anlage wurde als Grünfläche ausgeschrieben“, so Frank Heuer, 1. Vorsitzender des SVA.

Der Senat merkte an, dass es sich auf grund der zu errichtenden Gebäude (u.a. Umkleidekabinen und Lärmschutzmauer) eben nicht um eine solche handele. Dem Argument auch Friedhöfe seien trotz Bebauung als Grünflächen ausgewiesen, folgte der Senat nicht. Damit haben die Burgaltendorfer, die in mitten eines Wohngebietes auf Asche kicken, eine schwere Schlappe erlitten, die den Klub in seiner Existenz bedroht. Rund um die Windmühle entstehen in der Stadt Kunstrasenplätze, werden Anlagen saniert. Nicht so in Burgaltendorf. „Es stellt sich natürlich schon die Frage, wie lange wir ein sportliches Angebot auf diesem Niveau noch halten können“, redet Heuer Klartext. Und nich tnu rder Landesliga-Fußball ist betroffen (Trainer André Wißel: „Wir müssen 30 Spieler ansprechen, um einen zu bekommen.“) – auch der Nachwuchs. Ob die Anlage „Im Vaeste“ auf dem Abstellgleis bleibt? Man werde in der kommenden Woche hoffentlich weitere Gespräche mit der Stadt führen können, so Frank Heuer. Denn immerhin habe der Senat des Oberverwaltungsgerichts darauf hingewiesen, dass es auf diesem Gebiet noch keine endgültige Rechtsprechung gebe. Aber: „Jeder weitere Monat, jedes weitere Jahr, das ins Land zieht, macht die Situation schwieriger.“