Nun ist es auch amtlich. Auf der gestrigen Sitzung des Oberverwaltungsgerichtes für das Land Nordrhein-Westfalen hat der zuständige Senat in der Angelegenheit Dr. Hermann / Stadt Essen unter dem Aktenzeichen 10 D 29/11.NE entschieden, den vorliegenden Bebauungsplan zurückzuweisen.

In der mit 90 Minuten Verspätung begonnenen Sitzung hat der Senat in sehr ausführlicher Art und Weise Stellung bezogen zu den vorliegenden Schriftsätzen der beiden Parteien. Dabei sah es lange so aus, als stünde einem Baubeginn nichts mehr im Wege. Gefühlte 95 Prozent der von der Gegenseite vorbebrachten Argumente wurden vom Gericht pulverisiert und somit der Stadt Essen- allen voran Frau Fändel- eine gute bis sehr gute und gründliche Arbeit attestiert. Gescheitert ist die ganze Angelegenheit an der Tatsache, dass die gesamte Fläche als Grünfläche ausgeschrieben wurde und hier der Senat die Auffassung vertritt, dass es sich aufgrund der massiven Bebauung (Umkleidegebäude und Lärmschutzmauer) NICHT um eine Grünfläche handele. Frau Fändel versuchte mit nachvollziehbaren Beispielen (Friedhofsbau, wo IMMER auch Gebäude errichtet werden) zu retten, was nicht mehr zu retten war. Der Senat blieb bei seiner Ansicht, auch wenn er zugab, dass es auf diesem Gebiet noch keine endgültige Rechtsprechung gäbe. Der Bebauungsplan wurde somit zurückgewiesen, eine Revision nicht zugelassen. Was das im Endeffekt für den SV Burgaltendorf bedeutet, wird sich in der nächsten Woche klären, in der hoffentlich kurzfristig ein Gespräch mit den städtischen Vertretern zustande kommt, in dem die weitere Vorgehensweise besprochen wird. Die erste Reaktion meinerseits- ich war zusammen mit unserem Geschäftsführer Martin Neuhaus (und meiner kompletten Familie) vor Ort- möchte ich an dieser Stelle nicht kommunizieren, da dies kontraproduktiv ist. Ich hoffe, den Sachverhalt inhaltlich richtig wiedergegeben zu haben. Über das weitere Vorgehen werden wir an dieser Stelle informieren.